Die erste Auswanderung (teil 2 von 2): kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch

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21 2019/11/27 -0001/11/30
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"Sprich: "O meine Diener, die ihr gläubig seid, fürchtet euren Herrn. Für diejenigen, die in dieser Welt Gutes tun, ist Gutes (bestimmt) Und Allahs Erde ist weit...." (Quran 39:10)

Muslim werden denen mit christlichem Glauben häufig sagen: "Auch wir lieben Jesus".  Muslime empfinden große Zuneigung für den Propheten Jesus, wie sie sie auch für alle anderen Propheten empfinden.  Dieser Punkt wurde dem König von Äthiopien verdeutlicht, und ließ den König, seine Priester und möglicherweise noch andere verstehen, wie nahe sich die beiden Religionen stehen. 

" ...Und du wirst zweifellos finden, daß die, welche sagen: "Wir sind Christen" den Gläubigen am freundlichsten gegenüberstehen. Dies (ist so), weil es unter ihnen Priester und Mönche gibt und weil sie nicht hochmütig sind." (Quran 5:82)       

Lasst uns revidieren, was wir im 1. Teil gelernt haben.  Im vierten Jahr des Prophetentums hat der Gesandte Gottes, Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, eine kleine Gruppe von Muslimen nach Äthiopien geschickt.  Unter ihnen waren die schwächsten zu der neuen Religion konvertierten.  Der Prophet Muhammad glaubte, dass der König von Äthiopien, der ein demütiger Christ war, seinen Leuten Zuflucht gewähren und sie mit Mitgefühl behandeln werde.  Die mekkanischen Führer wollten die Muslime aber nicht zur Ruhe kommen lassen und entsandten ihre eigenen Botschafter, um sie zu verleumden und zu diffamieren. 

Der König, der weise und gerecht war, stellte sicher, dass er beide Seiten der Debatte hörte.  Als jede Seite ihren Fall erläutert hatte, bat er darum, etwas von den Rezitationen zu hören, die Gott herab gesandt hatte.  Jafar rezitierte die Anfangsverse vom 19. Kapitel des Qur´an, das zu Ehren der Mutter Jesus´Maryam genannt wird.  Es folgt ein kurzer Ausschnitt von Sura Maryam.

Er sprach: "lch bin der Bote deines Herrn. (Er hat mich zu dir geschickt,) auf daß ich dir einen reinen Sohn beschere."  Sie sagte: "Wie soll mir ein Sohn (geschenkt) werden, wo mich doch kein Mann (je) berührt hat und ich auch keine Hure bin?" Er sprach: "So ist es; dein Herr aber spricht: "Es ist Mir ein leichtes, und Wir machen ihn zu einem Zeichen für die Menschen und zu Unserer Barmherzigkeit, und dies ist eine beschlossene Sache.""  Und so empfing sie ihn und zog sich mit ihm an einen entlegenen Ort zurück." (Quran 19:19-22)

Der König und die, die bei ihm waren, waren zu Tränen gerührt.  Stille Tränen rannen über ihre Wangen und versickerten in ihren Bärten.  Die erhabenen Worte des Qur´an brachte ihre Herzen zum Schmelzen, wie es schon in Mekka begonnen hatte.  Interessanterweise werden die meisten Leute am Gerichssaal in Äthiopien kein arabisch verstanden haben, also hat sie die Eloquenz und Feinheit des Qur´an bewegt.  Die Worte wurden ihnen übersetzt.  An diesem Punkt in der Geschichte ist es faszinierend zu bemerken, dass Gott die Christen als diejenigen bezeichnet hat, deren Tränen überfließen, wenn sie die Wahrheit hören. 

"Und wenn sie hören, was zu dem Gesandten herabgesandt worden ist, siehst du ihre Augen von Tränen überfließen ob der Wahrheit, die sie erkannt haben. Sie sagen: "Unser Herr, wir glauben, so schreibe uns unter die Bezeugenden".(Quran 5:83)

Der König war überwältigt und rief aus: "Es scheint, dass diese Worte und diejenigen, die Jesus offenbart worden sind, aus derselben Quelle stammen."  Sich zu den mekkanischen Abgesandten wendend sagte er: "Ich werde euch diese Flüchtlinge nicht ausliefern.  Unter meinem Schutz sind frei zu leben und zu beten, wie es ihnen gefällt." Dies gefiel den Mekkanern nicht.  Ihre Mission bestand darin, die Muslime und damit die Religion des Islam zu diskreditieren.  Die Mekkaner rückten mit einem anderen Plan vor, um die aufsteigende Religion zu zerstören, mit einem armseligen Versuch den König zu beeinflussen, erklärten sie, die Muslime sprächen respektlos über Jesus.    

Nachdem er den Qur´an gehört hatte, ist es unwahrscheinlich, dass der König ihrem Einwurf viel Glauben schenkte.  Allerdings rief er die Muslime zu sich zurück und befragte sie zu ihrem Glauben über Jesus.  Jafar antwortete wahrheitsgemäß und sofort: "Unser Glaube an Jesus beruft sich auf das, was unser Prophet uns über ihn berichtet hat; Jesus ist der Diener und Gesandte Gottes, der auf Befehl Gottes geschaffen wurde."  Als er dies hörte, erklärte der König, dass diese Beschreibung von Jesus sich nicht von ihrem eigenen christlichen Glauben unterscheide.  Das Ergebnis war, dass die Mekkaner Äthiopien in Ungnade verließen, während die Muslime für einige Jahre in Frieden und Sicherheit lebten, bevor sie nach Mekka zurück kehrten. 

Einige Jahre später schrieb der Prophet Muhammad Briefe an verschiedene Herrscher auf der Welt, in denen er sie einlud, den Islam als ihre Religion zu akzeptieren.  Einer der ersten Herrscher, der einen Brief erhielt, war der König von Äthiopien.  Was folgt, ist eine ungefähre Übersetzung dieses Briefes.

Ich beginne im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen.  Von Muhammad, dem Gesandten Gottes, an den König von Äthiopien.

Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt und an Gott und Seinen Gesandten glaubt.  Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt, der es wert ist, angebetet zu werden, außer Allah.  Er ist Einer und hat keine Partner.  Er hat keine Gattin und kein Kind.  Und Muhammad ist Sein Diener und Sein Gesandter. 

Ich rufe dich auf, den Islam anzunehmen.  Ich rufe dich und dein Heer zu Allah, Dem aller Respekt und alle Ehre gebührt.  Ich habe damit meine Pflicht erfüllt, Seine Botschaft und Seinen Rat zu überbringen. Du solltest ihn akzeptieren, Friede sei auf dem, der der Rechtleitung folgt. 

 "Sprich: "O Volk der Schrift, kommt herbei zu einem gleichen Wort zwischen uns und euch, daß wir nämlich Allah allein dienen und nichts neben Ihn stellen und daß nicht die einen von uns die anderen zu Herren nehmen außer Allah." Und wenn sie sich abwenden, so sprecht: "Bezeugt, daß wir (Ihm) ergeben sind." (Quran 3:64)

Der König behandelte den Brief voller Respekt und nahm den Islam an, trotz der Ablehnung seiner Familie und der Kirche.  Er antwortete auf den Brief, indem er sagte: "O Prophet Gottes, ich habe die Ehre, deinen geehrten Brief zu sehen.  Ich schwöre bei Gott, dass Jesus nicht mehr ist, als das, wie du ihn beschrieben hast.  Ich bezeuge, dass du ein wahrhaftiger Prophet Gottes bist und ich habe Gott und Seinem Propheten den Treueeid geschworen.  Wenn du mich dazu aufforderst, werde ich mich dir vorstellen.  Gottes Segen und Frieden seien auf dir ". 

Wir schenken diesem letzten Kapitel der Geschichte des Königs von Äthiopien große Aufmerksamkeit, als denn dem Propheten enthüllt wurde, dass der König, den er nie getroffen hat, verstorben ist, hat der Prophet das erste Totengebet in Abwesenheit für ihn verrichtet. 

Die Geschichte vom König von Äthiopien ist eine Momentaufnahme.  Sie lehrt uns das Verhalten und die Diplomatie zwischen dem Propheten Muhammad und den edlen Herrschern seiner Zeit.  Sie wirft ein Licht auf die Nähe der beiden Religionen, Christentum und Islam. Der Prophet Muhammad wußte, dass wahrhaftig fromme Christen nur einen Schritt von der Religion des Islam entfernt waren, und sie sind es immer noch.  Die Eloquenz des Qur´an ist in der Lage, die Herzen von jedem zu durchdringen, den Gott auswählt, um ihn rechtzuleiten, und die Religion des Islam ist für alle offen, König oder Einfacher, Reicher und Armer, Schwarzer oder Weißer.