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Vormittag (arab. Aḍ-Ḍuḥā)

142 2020/04/12
Vormittag (arab. Aḍ-Ḍuḥā)

Es ist für den Diener Allāhs Sunnah, das Ḍuḥā-Gebet im Laufe des Vormittags zu verrichten.

Folgende Überlieferungen weisen darauf hin:

a)

Abū Hurayrah, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, überliefert:

„Mein Freund, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, gab mir drei Ratschläge: drei Tage im Monat zu fasten, die beiden Rak’ah des Ḍuḥā und den Witr vor dem Schlaf.“

Einen ähnlichen Ratschlag gab er, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, Abū Ad-Dardāʾ, Allāhs Wohlgefallen auf ihm (Muslim, Nr. 722), und Abū Ḏarr, Allāhs Wohlgefallen auf ihm (An-Nasāʾī in seinem As-Sunanu-l-Kubrā, Nr. 2712). Albāniyy befand ihn für Ṣaḥīḥ. (Aṣ-Ṣaḥīḥah, 2166).

b)

Abū Ḏarr, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtet, dass der Prophet, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Für jeden Sulāmā ist morgens ein Almosen (arab. Ṣadaqah) fällig: Jedes »Subḥān-llāh« ist Ṣadaqah, jedes »Al-Ḥamdu li-llāh« ist Ṣadaqah, jedes »Lā ilāha illa-llāh« ist Ṣadaqah, jedes »Allāhu Akbar« ist Ṣadaqah, das Gute zu gebieten und das Schlechte zu verbieten sind Ṣadaqah, und zwei Rak’ah, die man am Vormittag (Ḍuḥā) verrichtet, werden genügen.“

(Muslim, Nr. 720).

Mit Sulāmā sind voneinander getrennte Knochen im Körper eines Menschen gemeint.

Es wurde auch in Ṣaḥiḥ Muslim unter Berufung auf ʿĀ’išah, möge Allāh mit ihr zufrieden sein, überliefert, dass der Mensch aus dreihundertsechzig Gelenken besteht. Wer somit eine entsprechende Anzahl an Ṣadaqāt vorweisen kann, wird am Tag des Gerichts voranschreiten, ohne vom Höllenfeuer berührt zu werden.

3.1. Die Zeit für das Ḍuḥā-Gebet

Seine Zeit beginnt, wenn die Sonne um die Höhe eines Speeres über dem Horizont aufgegangen ist, d. h., wenn die Zeit vorbei ist, in der das Verrichten des rituellen Gebets verboten ist.

Es endet kurz bevor die Sonne im Zenit steht, d. h. etwa zehn Minuten vor Beginn der Zeit für das Ẓuhr-Gebet.

Darauf weist der Ḥadīṯ von ʿAmr Bin ʿAbasah, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, hin, zu dem der Prophet, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Verrichte das Morgengebet. Halte dich dann vom rituellen Gebet fern, bis die Sonne hoch aufgegangen ist … danach bete, denn das rituelle Gebet wird bezeugt und (von Engeln) besucht, bis der Schatten etwa die Länge eines Speeres erreicht. Halte dich dann vom rituellen Gebet fern, denn zu dieser Zeit wird das Höllenfeuer entfacht.

(Muslim, Nr. 832).

3.2. Die bevorzugte Zeit für das Ḍuḥā-Gebet

Die bevorzugte Zeit ist am Ende der vorgeschriebenen Zeit, d. h., wenn die jungen entwöhnten Kamele die Hitze der Sonne spüren.

Zayd Bin Arqam, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtet, dass der Prophet, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, sagte:

„Die Zeit für das Al-Awwābīn-Gebet (das Gebet der Reue am Vormittag/Ḍuḥā) ist dann, wenn die Kamelfohlen (arab. Al-Fiṣal) die Hitze der Sonne (arab. Tarmaḍ) spüren.“

(Muslim, Nr. 748).

Ibn Bāz, möge Allāh mit ihm barmherzig sein, sagte: „Das Wort Tarmaḍ meint die Intensität der Sonnenhitze, und Al-Fiṣal die Kamelfohlen. Deswegen ist es besser, das Gebet am Ende der erlaubten Zeit zu verrichten.“ (s. Fatāwā Islāmiyyah, 1/515).

3.3. Die Anzahl der Rakʿāt

Das kürzeste Ḍuḥā-Gebet besteht aus zwei Rakʿah. Abū Hurayrah, Allāhs Wohlgefallen auf ihm, berichtet:

„Mein Freund, Allāhs Segen und Frieden auf ihm, gab mir drei Ratschläge … die beiden Rak’ah des Ḍuḥā …“

(Al-Buḥāriyy, Nr. 1981; Muslim, Nr. 721).

Was die Höchstgrenze der Anzahl der Rak’ah des Ḍuḥā-Gebet betrifft, so gibt es im Gegensatz zur Meinung, die Obergrenze würde acht Rakʿāt betragen, eigentlich keine Einschränkung für diejenigen, die mehr als zwei Rak’ah beten wollen. Demnach kann man so viele Rakʿāt verrichten, wie man will.

ʿĀˈišah, Allāhs Wohlgefallen auf ihr, überliefert:

„Der Gesandte Allāhs, Allāhs Frieden und Segen auf ihm, pflegte das Ḍuḥā-Gebet mit vier (Rakʿāt) zu verrichten, und er fügte dem hinzu, was Allāh wollte.“ 

(Muslim, Nr. 719).

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