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Wie der Islam mit Traurigkeit und Sorge umgeht (teil 4 von 4): Vertrauen

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1099 2015/03/29 2020/09/19

Beschreibung: Und lass die Gläubigen auf Gott allein vertrauen. 


Wenn wir in ein anderes Land ziehen, begegnen diejenigen von uns, die privilegiert sind und oberhalb der Armutsgrenze leben, einer Menge einzigartiger Herausforderungen.  Wir haben genug Nahrung zum essen, Schutz vor den Elementen, und die meisten von uns können sich sogar etwas von dem Luxus dieses Lebens leisten.  Physikalisch haben wir alles, was wir brauchen, aber spirituell und emotional sind wir beraubt.  Unsere Köpfe sind von Traurigkeit und Sorgen erfüllt.  Stress und Angst steigern sich.  Wenn wir Besitztümer sammeln, wundern wir uns, warum wir nicht glücklich sind. Wenn wir unsere Reise antreten, fühlen wir uns alleine und verzweifelt. 


Ein Leben, das weit von Gott entfernt ist, ist tatsächlich ein trauriges Leben.  Egal, wie viel Geld wir anhäufen, oder wie groß unser Haus ist, wenn Gott nicht im Zentrum unseres Lebens steht, dann wird die Freude uns immer entweichen.  Wahres Glück kann man nur finden, wenn wir zumindest versuchen, den Sinn unseres Lebens zu erfüllen.  Menschen existieren, um Gott zu dienen.  Gott will, dass wir glücklich sind, in diesem Leben wie auch im Jenseits und Er hat uns den Schlüssel zum wahren Glück gegeben.  Das ist kein Geheimnis oder Mysterium.  Es ist kein Rätsel oder Geduldspiel, es ist Islam. 


„Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur darum erschaffen, damit sie Mir dienen (sollen).” (Quran 51:56)


Die Religion des Islam erklärt deutlich den Sinn des Lebens und gibt uns Richtlinien zum Befolgen, um unsere Suche nach Glück zu erleichtern.  Der Qur´an und die authentischen Überlieferungen des Propheten Muhammad, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sind unsere Rechtleitungsbücher zu einem Leben, das vollständig frei von Traurigkeit und Sorgen ist.  Dies bedeutet allerdings nicht, dass wir nicht in Versuchung geführt und geprüft werden, denn Gott sagt deutlich im Quran, dass wir geprüft werden.  Unsere Leben sind erfüllt von Situationen, die es erfordern, dass wir Gott bitten und uns auf Ihn verlassen.  Gott verspricht uns, dass Er die Geduldigen belohnen wird, er fordert uns auf, Ihm dankbar zu sein und Er teilt uns mit, dass Er diejenigen liebt, die ihr Vertrauen in Ihn setzen. 


„...dann vertrau auf Gott; denn wahrlich, Gott liebt diejenigen, die auf Ihn vertrauen.”  (Quran 3:159) 


„Gläubig sind wahrlich diejenigen, deren Herzen erbeben, wenn Gott genannt wird, und die in ihrem Glauben gestärkt sind, wenn ihnen Seine Verse verlesen werden, und die auf ihren Herrn vertrauen.”  (Quran 8:2)


Das Leben ist erfüllt von Siegen und Mühsal.  Manchmal ist es eine Achterbahn.  An einem Tag ist unser Glaube hoch und süß, am nächsten ist er abgesunken und wir fühlen uns traurig und besorgt.  Der Weg, um unsere Reise zu ebnen, ist darauf zu vertrauen, dass Gott weiß, was das beste für uns ist.  Selbst wenn scheinbar schlechte Dinge geschehen, gibt es einen Sinn und eine Weisheit dahinter.  Manchmal kennt nur Gott den Sinn, manchmal ist er offensichtlich. 


Dementsprechend wenn wir realisieren, dass es keine Macht und keine Kraft gibt außer durch Gott, dann können wir anfangen, uns zu entspannen.  Der Prophet Muhammad, Gottes Segen und Frieden sei auf ihm, erinnerte einmal einen seiner jungen Gefährten daran, dass Gott Allmächtig ist und dass nichts ohne Seine Erlaubnis geschieht.   


„Oh Junge, dich lehre ich nun einige Worte: Gedenke Gottes, so wird Er deiner gedenken. Gedenke Gottes, dann wirst Ihn bei dir finden. Falls du irgendjemanden bittest, so bitte Gott.  Wenn du Hilfe suchst, dann suche sie bei Gott, und du musst wissen, dass wenn die gesamte Gemeinschaft beschließt, dir - auch wenn es sich um eine Kleinigkeit handelt - zu nutzen, dann kann sie dir nur in etwas nutzen, das Gott  für dich schon vorgesehen hat. Und dass, wenn sie beschließt, dir in einer Sache zu schaden, dann kann sie dir nur in etwas schaden, das Gott  für dich schon vorgesehen hat. Die Schreibfedern sind abgelegt und die Tinte ist getrocknet.”[1]


Wenn wir uns bewusst sind, dass Gott Kontrolle über alle Dinge besitzt, und dass Er letztlich will, dass wir ewig im Paradies leben, können wir beginnen, unsere Traurigkeit und Sorgen hinter uns zu lassen.  Gott liebt uns, und will das beste für uns.  Gott hat uns eine deutliche Führung gegeben, und er ist der Gnädigste, und der Verzeihende.  Wenn die Dinge nicht nach unserem Plan ablaufen, wenn wir nicht den Nutzen der Herausforderungen erkennen können, denen wir im Leben begegnen, kann es sehr schwer sein, nicht zu verzweifeln und dem Stress und der Furcht zum Opfer zu fallen.  An dieser Stelle müssen wir lernen, Gott zu vertrauen.


„Wahrlich, wenn Gott euch zum Sieg verhilft, so gibt es keinen, der über euch siegen könnte; wenn Er euch aber im Stich lässt, wer könnte euch da helfen ohne Ihn? Wahrlich, auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen.” (Quran 3:160)

„Sprich: "Er ist mein Herr; kein Gott ist da außer Ihm. In Ihn setze ich mein Vertrauen und zu Ihm werde ich heimkehren.” (Quran 13:30)


„Und warum sollten wir nicht auf Gott vertrauen, wo Er uns doch unsere Wege gewiesen hat? Und wir wollen gewiss mit Geduld alles ertragen, was ihr uns an Leid zufügt; auf Gott mögen denn diejenigen vertrauen, die sich auf (Gott) verlassen wollen.” (Quran 14:12)


Als Gläubige muss unser Vertrauen auf Gott beständig sein, in allen Situationen, guten, schlechten, leichten oder schweren.  Was auch immer in dieser Welt geschieht, geschieht mit der Erlaubnis von Gott.  Er liefert Versorgung, und Er ist in der Lage, sie wieder zu entziehen.  Er ist der Herr über Leben und Tod.  Gott bestimmt, ob wir reich sind oder arm und ob wir gesund sind oder krank.  Wir danken Gott dafür, dass Er uns die Fähigkeit gegeben hat, zu streben und das Gute für uns zu erreichen.  Egal unter welchen Umständen, wir müssen Gott dafür danken und Ihn für sie lobpreisen.  Wenn wir müssen, müssen wir unsere Schwierigkeiten mit Geduld ertragen, und vor allem müssen wir Gott lieben und vertrauen.  Wenn das Leben dunkel und schwierig wird, müssen wir Gott noch mehr lieben; wenn wir von Traurigkeit und Sorgen übermannt werden, müssen wir Gott noch mehr vertrauen. 

 



[1] Ahmad & at-Tirmidhi

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