Verständliche Beweise für die Wahrhaftigkeit seiner Botschaft

  • Der Gesandte Muhammad war ein Analphabet, der weder lesen noch schreiben konnte; er lebte mitten in einem Volk von Analphabeten, in dem nur wenige Gelehrte lesen und schreiben konnten. Und dies hat Allah so bestimmt, damit kein Zweifel an der Offenbarung (Wahi) entsteht, die auf ihn herabgesandt wurde und damit die Menschen nicht behaupten, er habe sie selbst erfunden. Allah sagt:

(Und du hast vordem kein Buch verlesen und es auch nicht mit deiner rechten Hand (mit eigener Hand) niedergeschrieben. Sonst würden wahrlich diejenigen zweifeln, die (es) für falsch erklären.) (Qur´an 29:48)

Und er kam mit dem Qur´an, der nicht nur Gottes Gesetze enthält, sondern literarisch so überragend ist, dass selbst die Araber nicht fähig waren, etwas Ähnliches hervorzubringen. Allah hat die Araber mit besonderer Rhetorik und Sprachgewandtheit ausgezeichnet. Deshalb ist der edle Qur´an Muhammads ewiges Wunder. Der Gesandte sagte:

“Allen Propheten, ohne Ausnahme, wurden Zeichen gegeben, an welche die Menschen glaubten. Und ich erhielt eine Offenbarung, die Allah herabsandte. Ich hoffe, dass ich am Tage des Gerichts der Prophet mit den meisten Anhängern sein werde.”

Und obwohl seine Landsleute ein Volk der Sprachgewandtheit war, hat der edle Qur´an sie aufgefordert, etwas Ähnliches (gleicher Art) wie den Qur´an zustande zu bringen. Somit standen sie der Herausforderung gegenüber, nur ein einziges Kapitel (Sūra) wie das kürzeste im Qur´an zu erdichten. Allah sagt:

(Und wenn ihr im Zweifel über das seid, was Wir Unserem Diener offenbart haben, dann bringt doch eine Sūra gleicher Art bei und ruft eure Zeugen außer Allah an, wenn ihr wahrhaftig seid!) (Qur´an 2:23)

Allah hat sogar die ganze Menschheit dazu aufgefordert, indem Er sagt:

(Sag: Wenn sich die Menschen und die Ğinn zusammentäten, um etwas beizubringen, was diesem Qur´an gleich wäre, sie brächten nicht seinesgleichen bei, auch wenn sie einander Beistand leisten würden.) (Qur´an 17:88)

  • Seine Standhaftigkeit, die er für seinen Aufruf zum Islam bewies. Er scheute nicht die Konfrontation mit seinem Volk, das ihn töten wollte, um seiner Verkündung ein Ende zu bereiten. Allen Schwierigkeiten zum Trotz, die sich ihm entgegen stellten, ging er den Weg der Dawa für diese neue Religion, mit der er gesandt worden war und ertrug geduldig Mühsal, Kummer und Unterdrückung durch sein Volk, nur um die Religion Allahs verbreiten zu können. Wenn er ein Betrüger gewesen wäre, hätte er den Aufruf unterlassen und sich und seine Gefährten vor der Verfolgung und den Schandtaten der Nicht-Gläubigen geschützt.

Dr. M.H. Durrani[1] sagte: "Diese Überzeugung (Iman), die Anstrengung und die Entschlossenheit brachten Muhammad den End-Erfolg und beweisen seine absolute Ehrlichkeit in seinem Aufruf. Denn wenn in seiner Seele auch nur ein Hauch von Unsicherheit oder Zweifel bezüglich dieser Sache gewesen wäre, hätte er dem Sturm der Ungläubigen, der über 20 Jahre angedauert hat, nicht standhalten können. Gibt es noch einen deutlicheren Beweis für die vollkommene Ehrlichkeit im Ziel, für einen edlen Charakter und eine erhabene Seele? All diese Faktoren führten ohne Zweifel zu dem unausweichlichen Ergebnis; und dies ist, dass dieser Mann mit Sicherheit der Gesandte Allahs ist, er ist unser Prophet Muhammad. Er war ein Vorbild mit seinen seltenen Eigenschaften und ein vollkommenes Beispiel für das Gute, die Tugenden und ein Symbol für die Ehrlichkeit und Treue. Sein Leben, seine Gedanken, seine Ehrlichkeit, sein anständiges Verhalten, sein Glaube, seine Frömmigkeit und seine Taten sind alle einzigartige Beweise für sein Prophetentum. Wer auch immer sein Leben und seine Botschaft ohne Vorurteile studiert, der wird bezeugen, dass er ein wahrer Prophet Allahs ist und dass der edle Qur´an, den er an die Menschen weitergegeben hat, ein echtes Buch Allahs ist. Und jeder gerechte und ernste Denker, der auf der Suche nach der Wahrheit ist, muss zu diesem Schluss gelangen."

  • Es ist bekannt, dass jeder Mensch eine natürliche Veranlagung besitzt, die ihm die Güter des Lebens, wie Vermögen, Essen, Trinken und Heirat lieb und wichtig macht. Allah sagt:

(Ausgeschmückt ist den Menschen die Liebe zu den Begierden, nach Frauen, Söhnen, aufgehäuften Mengen von Gold und Silber, Rassepferden, Vieh und Saatfeldern. Das ist der Genuss im diesseitigen Leben. Doch bei Allah ist die schöne Heimstatt.) (Qur´an 3:14)

Der Mensch bemüht sich mit voller Kraft, in den Genuss dieser Dinge zu kommen. Aber die Menschen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie diese Gaben erreichen: manche tun es legal und die anderen illegal. Wenn wir das im Hinterkopf behalten, sollten wir bedenken: Als der Gesandte Allahs anfing die Botschaft Allahs in der Öffentlichkeit zu verkünden und die Menschen zum Islam zu rufen, haben seine Stammesgenossen (Quraiš) angefangen mit ihm zu verhandeln, um ihn vom islamischen Weg abzubringen. Sie haben ihm so gute Angebote gemacht, dass er wie ein König hätte leben können.

Sie haben dem Gesandten Allahs versprochen, alle seine Wünsche zu erfüllen. Wenn er eine hohe Position besetzen wolle, würden sie sie ihm geben. Und wenn er heiraten wolle, würden sie ihn mit der schönsten Frau verheiraten. Und wenn er Reichtum wolle, würden sie ihm alles geben, was er sich wünsche. Dies alles unter der Bedingung, dass er den Aufruf zum Islam unterlässt (aufgibt), der in ihren Augen die Verachtung ihrer Götter bedeutete und ihren gesellschaftlichen Rang erniedrigte. Der Gesandte antwortete mit dem sicheren Ton der göttlichen Leitung:

“Bei Allah, wahrlich, wenn sie die Sonne in meine rechte Hand und den Mond in meine linke Hand legen würden, so würde mich dies nicht davon abbringen, bis zu meinem Tod meine Botschaft weiter zu verkünden.” (Überliefert bei Ibn Hischam)

Wenn der Gesandte ein Betrüger (Allah bewahre!) oder jemand gewesen wäre, der dieses Leben so sehr liebt, hätte er dieses Angebot angenommen und diese Gelegenheit dazu ausgenutzt, um dies zu erlangen. Denn das, was ihm angeboten wurde, sind die innigsten Wünsche und Ziele der meisten Menschen.

Dr. M.H. Durrani[2] sagte: "Der Gesandte litt 13 Jahre lang in Makkah und acht Jahre lang in Al-Madina[3] ohne Unterbrechung; dies alles nahm er auf sich und ließ sich um keine Haaresbreite von seinem Standpunkt fortbewegen. Er war fest, stark und unnachgiebig bezüglich seiner Ziele und seiner Situation. Er hat alle Angebote seines Volkes abgelehnt und sich stattdessen für das Leiden entschieden, das sein Aufruf mit sich brachte. Warum? Warum interessierte er sich nie für Reichtum, Ruhm, Besitz, Herrlichkeit, Bequemlichkeit und Wohlstand? Der Mensch soll sehr tief darüber nachdenken und sich selbst diese Fragen stellen, wenn er eine Antwort darauf bekommen will!"

  • Es ist bekannt und auch deutlich zu sehen, dass jedem Menschen der die Führerschaft oder Herrschaft erreicht, alle Güter zur Verfügung stehen und Männer untergeordnet sind, die in seinem Dienste arbeiten. Aber Muhammad wusste, dass das Diesseits kein bleibender und ewiger Aufenthaltsort ist. Ibrahim von Alqamah von Abdullah berichtete, dass der Gesandte Allahs eines Tages auf einer Matte aus Palmfasern schlief und als er erwachte, waren die Abdrücke der Matte auf seinem Körper sichtbar. Er (Ibrahim) sagte: “Bei meinem Vater und meiner Mutter o Gesandter Allahs, dürfen wir dir eine weiche Matratze geben?” Der Gesandte Allahs antwortete:

“Was habe ich mit dieser Welt zu schaffen? Im Diesseits bin ich nur wie ein Durchreisender, der im Schatten eines Baumes rastet und ihn wieder verlässt, nachdem er etwas geruht hat.”(Sunan Ibn Majah, Hadith Nr.4109)

Und Al-Numaan Ibn Baschir sagte über ihn:

“Gewiss habe ich euren Prophetenerlebt, als er nicht einmal schlechte Datteln hatte, um seinen Hunger zu stillen.”(Sahih Muslim, Hadith Nr.2977)

Abu Hurairasagte:

“Die Familie Muhammads konnte sich nicht von einer Nahrung über drei Tage hinweg sattessen, solange bis er starb.”(Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.5059)

Obwohl die Arabische Halbinsel es ihm zu verdanken hatte, dass sie im Besitz all dieser Güter war, kam es zu dieser Zeit oft vor, dass er nicht genügend Essen fand. Seine Frau ’Aischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr), Mutter der Gläubigen, erzählte:

“Als der Gesandte Allahsstarb, war sein Harnisch bei einem Juden verwahrt, als Pfand für dreißig Maß Gerste.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr.2088)

Dies bedeutet aber nicht, dass er nicht in der Lage gewesen wäre, das zu bekommen, was er brauchte. Wo ihm doch in der Moschee Vermögen und viele Güter vor seine Hände gelegt wurden. Aber trotzdem hat er sich daran nicht bereichert, und er kam nicht zur Ruhe, bevor er dies alles an die Armen und Bedürftigen verteilt hatte. Unter seinen Gefährten gab es viele Persönlichkeiten, die im Besitz von Vermögen und Gütern waren und sich stets bemühten, ihmrmit Eifer zu dienen und zu helfen. Aber er kannte das wahre Gesicht dieses Lebens und sagte deshalb:

“Das Diesseits ist im Vergleich zum Jenseits so, als ob einer von euch seinen Finger in den Ozean taucht und dann schaut, was er davon genommen hat.” (Sahih Muslim, Hadith Nr.2858)


Lady E. Cobold[4] schrieb in ihrem Buch Die Hajj (Pilgerfahrt) nach Makkah (London 1934): "Obwohl Muhammad der Herr der Arabischen Insel war, dachte er nie daran, einen Titel zu tragen. Er bemühte sich für diese Sache in keinster Weise, sondern blieb auf seiner Position und begnügte sich damit, der Gesandte Allahs und Diener der Muslime zu sein. Er säuberte (putzte) sein Haus selbst, reparierte seine Schuhe mit seinen Händen, war großzügig und wohltuend wie ein vorüberwehender Wind; und kein Armer oder Bedürftiger ersuchte ihn um Hilfe oder fragte um Unterstützung, ohne dass er ihm half oder von seinem Besitz hergab, obwohl diese Güter in den meisten Fällen so wenige waren, dass sie nicht mal für ihn selbst ausreichten."

  • Ab und zu erlebte er nervenaufreibende Fälle, die einer Aufklärung bedurften; er konnte jedoch nichts tun, weil dazu noch keine Offenbarung (Wahi) herabgesandt war. Deshalb litt er in dieser Zeitspanne, bis zu diesem Vorfall eine Offenbarung herabgesandt wurde, unter einem enormen psychischen Druck. Als Beispiel hierzu dient der Vorfall mit dem lügenhaften Vorwurf (Ifk), bei dem die Würde des Gesandten angegriffen wurde. Seine Feinde redeten einen Monat lang über ihn, verletzten seine Ehre, verleumdeten ihn und lästerten, bis die Offenbarung (Wahi) herabgesandt wurde, welche die Schuldlosigkeit seiner Frau von dem bewies, was ihr vorgeworfen wurde. Wenn er also ein Betrüger wäre (Allah bewahre!), hätte er dieses Problem sofort gelöst, aber erredete nicht nach seinem eigenen Belieben.

  • Er behauptete nicht, dass er eine Stellung über den Menschen hat. Deshalb lehnte er es total ab, dass er von den Menschen verherrlicht wurde. Anas Ibn Malik sagte:

“Ihnen war keine Person lieber als der Gesandte. Und wenn sie ihn kommensahen, standen sie nicht auf, weil sie wussten, wie verhasst ihm dies war.”(Sunan Al-Tirmidhi,Hadith Nr.2754)

W. Irving[5] sagte über ihn: "Trotz seiner militärischen Siege und Eroberungen wuchs in ihm kein Hochmut (Arroganz), denn er kämpfte nur für den Islam und nicht für einen persönlichen Nutzen. Sogar in der Zeit seines höchsten Ruhms bewahrte der Gesandte Allahs seine Einfachheit und Bescheidenheit (Demut) und hasste es, dass wenn er einen Raum betrat, in dem eine Gruppe von Menschen saß und sich erhoben oder ihn auf übertriebene Art begrüßten. Und auch wenn er danach strebte, einen großen Staat zu gründen, war dieser ein islamischer Staat, in dem er mit Gerechtigkeit herrschte und nie an eine Herrschaft dachte, die vererbt werden konnte."

  • Es wurden einige Qur´an-Verse (Ajat) offenbart, in denen der Gesandte Allahs wegen einer Handlung oder Situation kritisiert und zurechtgewiesen wird, zum Beispiel bei folgender Begebenheit. Allah sagt:

(O Prophet, warum verbietest du, was Allah dir erlaubt hat, indem du danach trachtest, die Zufriedenheit deiner Gattinnen zu erlangen? Und Allah ist Allvergebend und Barmherzig.) (Qur´an 66:1)

Denn erverbot sich, wegen einer seiner Gattinnen, Honig zu essen. Deshalb kam der Verweis von seinem Herrn ((رب (Rabb).

- Und die Aussage Allahs:

(Allah verzeiht dir! Warum hast du ihnen erlaubt (,zurückzubleiben), bevor sich dir diejenigen klar gezeigt haben, die wahrhaftig sind, und du die Lügner kennst?) (Qur´an 9:43)

Allah rügte ihn in diesem Vers, weil er die falsche Entschuldigung der Frevler, die nicht an der Schlacht von Tabuk teilgenommen hatten, annahm und ihnen verzieh, ohne ihre Aussagen auf Richtigkeit zu prüfen.

- Und die Aussage Allahs:

(Es steht keinem Propheten zu, Gefangene zu haben, bis er (den Feind überall) im Land schwer niedergekämpft hat. Ihr wollt Glücksgüter des Diesseitigen, aber Allah will das Jenseits. Allah ist Allmächtig und Allweise.) (Qur´an 8:67)

- Und die Aussage Allahs:

(Es ist gar nicht deine Angelegenheit, ob Er ihre Reue annimmt oder sie straft, denn sie sind ja Ungerechte.) (Qur´an 3:128)

- Und die Aussage Allahs:

(Er (der Prophet Muhammadblickte düster und kehrte sich ab, weil der Blinde zu ihm kam.) (Qur´an 80:1-2)

Wenn er also ein Betrüger gewesen wäre (Allah bewahre!), gäbe es im Qur`an keine solchen Aussagen, in denen der Prophet von Allah für sein Verhalten getadelt wird.

Lightner[6] sagt in seinem Buch: "Einmal offenbarte Allah dem Gesandten eine strenge Offenbarung, um ihn dadurch auf sein Verhalten aufmerksam zu machen. Denn er wendete sein Gesicht von einem armen und blinden Mann ab, um mit einem reichen und mächtigen Mann zu reden. Und dies wurde ihm mit dieser Offenbarung verdeutlicht. Wenn es wirklich so wäre (Allah bewahre!), dass Muhammad ein Betrüger gewesen ist, wie manche Christen behaupten, so hätte es diese Offenbarung nicht gegeben."

  • Und ein definitiver Beweis für die Wahrhaftigkeit seiner Botschaft ist die Aussage Allahs in Sūra Al-Masad (Qur´an 111:1-5). Hier geht es um das endgültige Urteil, dass der Onkel des Gesandten Allahs, Abu Lahab, ins Höllenfeuer eingehen wird. Diese Sūra Al-Masad wurde am Anfang seines Aufrufs zum Islam offenbart. Wenn er also ein Betrüger gewesen wäre (Allah bewahre!), hätte es im Qur`an keine solchen endgültigen Aussagen gegeben; denn vielleicht wäre sein Onkel ja Muslim geworden!?

Dr.Gary Miller[7] sagte: "Der Prophet hatte beispielsweise einen Onkel namens Abu Lahab. Dieser Mann hasste den Islam in solch einem Ausmaß, dass er den Propheten stets verfolgte und es sich zur Aufgabe machte, ihn als Lügner darzustellen. Wenn Abu Lahab sah, dass der Prophet mit Fremden sprach, wartete er, bis sie sich trennten und ging dann zu den Fremden und fragte sie: “Was hat Muhammad euch gesagt? Wenn er euch «Weiss» gesagt hat, so ist es schwarz. Wenn er euch «Nacht» gesagt hat, so ist es Tag.” Er sagte absichtlich immer genau das Gegenteil von dem, was er von Muhammad und den Muslimen gehört hatte. Wie auch immer, zehn Jahre bevor Abu Lahab starb, wurde eine kleine Sura des Qur`an über ihn offenbart. In dieser Sura (Al-Masad) wird deutlich festgestellt, dass er in das Höllenfeuer eingehen wird. In anderen Worten versichert dieser Vers, dass er niemals Muslim werden wird und deshalb für immer verurteilt sein wird. Zehn Jahre lang hatte Abu Lahab nichts anderes zu tun, als zu sagen: „Ich habe gehört, dass Muhammad offenbart wurde, dass ich mich nie ändern werde - dass ich niemals Muslim werde und in das Höllenfeuer eingehen werde. Nun gut, ich will jetzt Muslim werden. Wie findet ihr das? Ist Muhammad ehrlich in dem, was er sagt oder nicht? Was denkt ihr nun über eure göttliche Offenbarung?” Aber Abu Lahab tat es nie. Und ausserdem entspricht dieses Verhalten genau der Art, die man von ihm erwartete, da er immer versuchte, den Islam für unrichtig zu erklären. Im Wesentlichen sagte Muhammad: „Du hasst mich und du willst mich vernichten? Hier, sprich diese Worte, und ich bin am Ende. Nur zu, sprich sie!“ Aber Abu Lahab sprach sie nie aus. Zehn Jahre lang! Und in dieser ganzen Zeit akzeptierte er den Islam nie oder zeigte keinerlei Zuneigung für die islamische Sache. Zehn Jahre lang hatte er die Gelegenheit, den Islam in einer einzigen Minute zu zerstören. Jedoch sind diese Worte nicht die Worte Muhammads, sondern eine Offenbarung von Dem, Der das Verborgene kennt und weiss, dass Abu Lahab nie Muslim werden wird. Wie war es möglich, dass Muhammad sich sicher war, dass Abu Lahab die qur`anische Offenbarung erfüllen wird, wenn er nicht wirklich der Gesandte Allahs war? Wie war es möglich, dass er so selbstsicher war und jemandem zehn Jahre gab, um seine Behauptung des Prophetentums als Lüge zu bezeichnen? Dass jemand so eine gefährliche Herausforderung in die Welt setzt, kann nur eine Bedeutung haben: und zwar, dass es sich hier um eine göttliche Offenbarung handelt."

  • Im edlen Qur´an wird in einer Ajah der Name Ahmad statt Muhammad erwähnt. Allah sagt:

(Und als Isā ’bnu Maryam (Jesus der Sohn Marias), sagte: “O Kinder Isrā’īl (Israel), gewiss, ich bin Allahs Gesandter an euch, das bestätigend, was von der Thora vor mir (offenbart) war, und einen Gesandten verkündend, der nach mir kommen wird: sein Name ist Ahmad (d.h. Der Hochgelobte). Als er nun mit den klaren Beweisen zu ihnen kam, sagten sie: “Das ist deutliche Zauberei.”) (Qur´an 61:6)

Wenn er ein Betrüger gewesen wäre (Allah bewahre!), gäbe es diesen Namen im Qur´an nicht.

  • Dass seine Religion (Diin, siehe vorne) bis zum heutigen Tag besteht. Trotz relativ wenig Unterstützung durch ihre Anhänger, sei es aus menschlicher oder finanzieller Hinsicht, und obwohl sich auf der Gegenseite die Feinde des Islam mit allen Mitteln, Methoden, finanzieller und personeller Unterstützung anstrengen, um den Islam zu bekämpfen und die Menschen davon fernzuhalten. Und trotz alledem nehmen tagtäglich viele Menschen den Islam als ihre Religion an. Und dies nur, weil der Herr die Bewahrung dieser Religion versprochen hat. Allah sagt:

(Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.) (Qur´an 15:9)

Th. Carlyle[8], der englische Autor, sagte über den Propheten Muhammad: "Habt ihr jemals gesehen, dass ein verlogener Mann eine Wunder-Religion hervorbringen kann? Er könnte nicht einmal ein Haus aus Lehm bauen!

Denn wenn er kein Wissen über die Eigenschaften des Kalks, des Gipses, des Erdbodens und Ähnlichem besitzt, so wird das, was er baut, kein Haus, sondern ein Häufchen Schutt und ein Hügel aus einer Mischung von Baumaterial. Und die Säulen dieses Hauses würden es nicht über mehr als 12 Jahrhunderte tragen können, in welchem 200 Millionen Seelen wohnen. Eher würden die Säulen dieses Hauses einbrechen, und dadurch würde alles zusammenstürzen, als hätte es nie existiert. Und ich weiß, dass der Mensch sich in allen Angelegenheiten den Naturgesetzen unterordnen soll; denn andernfalls wird sich die Natur weigern, ihm sein Verlangen zu erfüllen. Diese Ungläubigen haben gelogen. Auch wenn sie ihre Lüge so schön ausgeschmückt haben und sich selbst vorgemacht haben, dass ihre Lüge Wahrheit ist. Es ist tatsächlich ein Unglück, dass die Völker und Länder durch diese Irrlehre getäuscht werden. Denn der Qur´an ist die erste Quelle für die islamische Religion, bewahrt und geschützt durch den Segen Allahs:

(Gewiss, Wir sind es, die Wir die Ermahnung offenbart haben, und Wir werden wahrlich ihr Hüter sein.) (Qur´an 15:9)

Denn der Qur´an wurde von Allah Ibewahrt; sowohl schriftlich in den Büchern als auch in den Herzen der Menschen; Generation nach Generation. Denn ihn zu lernen und weiter zu lehren ist eine Sache, nach der die Muslime mit Eifer streben, um den Lohn (Ajr) Allahs zu erlangen. Denn der Gesandte Allahs machte in diesbezüglich folgende Aussage:

“Der beste unter euch ist derjenige, der den Qur`an lernt und lehrt.” (Sahih Al-Bukhari, Hadith Nr. 4739)

Allah hat ihn vor menschlichen Eingriffen, vor der Änderung seines Umfanges geschützt, die ihn größer oder kleiner machen könnten, als er ist. Er hat ihn auch vor Verfälschung bewahrt, so dass er der Menscheit bis zum Ende dieser Welt zur Verfügung steht.

Es wurden viele Versuche unternommen, dem Qur´an etwas hinzuzufügen oder etwas wegzulassen oder manche seiner Buchstaben zu ändern. Aber all diese Versuche scheiterten, weil das Original von der Fälschung sehr leicht zu unterscheiden ist und man sehr schnell herausfinden kann, wenn es sich nicht um den edlen Qur´an handelt.


Was die reine prophetische Sunnah anbelangt, so ist sie die zweite Quelle der islamischen Religion. Sie wurde von ehrlichen und gerechten Männern aufbewahrt, die sich der Sunnah und den Hadithen des Gesandten Allahs gewidmet haben. Sie haben die richtigen Hadithe festgestellt und die schwachen Hadithe ausgesondert.

In seinem Buch „Studie über die ersten Hundert“ sagte Michael Hart[9]:

"Muhammad gründete und verbreitete eine der großartigsten Religionen auf der Erde. Und er wurde einer der größten weltlichen politischen Führer[10]. Denn zu seiner Zeit und auch noch heutzuage, ungefähr 13 Jahrhunderte nach seinem Tod war, ist seine Wirkung noch immer sehr stark und gewaltig."

  • Die Wahrhaftigkeit der Prinzipien, die der Gesandte eingeführt hat, ihre Richtigkeit und Gültigkeit für jede Zeit und jeden Ort, sowie die guten und gesegneten Ergebnisse ihrer Umsetzungen bezeugen, dass das, womit er gekommen ist, eine Offenbarung (Wahi) von Allah ist. Gibt es irgendeinen Einwand dagegen, dass er ein Prophet Allahs ist und vor ihm viele andere Propheten und Gesandte gesandt wurden? Wenn es hierzu keine begründeten Einwände gibt, ob vom Verstand her oder von den Rechten her, warum wird dann geleugnet, dass seine Botschaft und sein Prophetentum an alle Menschen gerichtet ist und die vorherigen Botschaften der vorangegangenen Propheten werden angenommen?!

  • Alle Gesetze und Systeme, mit denen der Islam durch Muhammad kam, wie in den Bereichen zwischenmenschliche Beziehungen, Kriege, Heirat, Wirtschaft, Politik, gottesdienstliche Handlungen usw., sind Beweise für die Menschheit, die unfähig ist etwas Ähnliches zustande zu bringen. Wie kann es möglich sein, dass ein Mann, der weder lesen noch schreiben kann, ein so umfangreiches System, das alle Angelegenheiten des diesseitigen Lebens umfasst, zusammenstellt? Zeigt dies nicht die Wahrhaftigkeit seiner Botschaft und seines Prophetentums und dass ernicht nach seinem eigenen Belieben redet?

  • Ein weiterer Beweis ist auch, dass er seinen Aufruf zum Islam erst im Alter von 40 Jahren begonnen hat, als die Blüte seiner Jugend und Kraft schon der Vergangenheit angehörten und sich statt dessen die Zeit des Alters, der Ruhe und Bequemlichkeit angesagt hatten. In seinem Buch „Die Helden“ schrieb Theodor Carlyle[11] über den Propheten: "Was die Aussagen mancher Leute zunichte macht, und zwar dass Muhammad bei der Überbringung seiner Botschaft nicht aufrichtig war, ist, dass er in der Blütezeit seiner Jugend ein ruhiges und angenehmes Leben mit seiner Frau Chadīğa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) führte und nicht versucht hat Lärm und Wirbel zu machen, um sich Berühmtheit, Reichtum und Macht anzueignen. Erst nachdem seine jugendlichen Jahre vergangen waren und das Alter angefangen hatte fing der Vulkan an in ihm zu explodieren, wodurch eine großartige Sache in die Welt gebracht werden sollte."

R. Landau[12] schreibt in seinem Buch „Der Islam und die Araber“: "Die Aufgabe Muhammads war sehr groß. Sie war nicht eine Aufgabe eines Betrügers, der sich aus persönlichen Beweggründen handelt (so beschreiben manche westlichen Autoren den Gesandten und werfen ihm dies vor). Der Erfolg, den er sich erhoffte, war kein persönlicher Erfolg. Die Ehrlichkeit, die Muhammad während seiner Botschaft und beim Aufruf zum Islam bewies und die vollkommene Überzeugung, mit welcher seine Gefährten hinter ihm standen und die Prüfung der nachfolgenden Generationen machen es unmöglich, dass Muhammad auch nur des geringsten absichtlichen Betrugs angeklagt werden kann."

Die Geschichte kennt keine absichtliche religiöse Verfälschung, die lange Zeit standgehalten hat. Und der Islam besteht nicht nur mehr als 1300 Jahre, sondern er gewinnt jedes Jahr neue Anhänger. Und die Seiten der Geschichte bieten uns kein einziges Beispiel von einem Betrüger, dessen Botschaft es vorzog, ein Kaiserreich von vielen Kaiserreichen der Welt aufzustellen oder eine Kultur von den Kulturen des höchsten Adels.



[1] Er hat einen Teil seines Lebens in der englischen Kirche als Pfarrer gearbeitet (1939-1963), dann hat er den Islam angenommen. Entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam”, von Dr. Imad Ad-Din Khalil S.106-107.

[2] Er hat einen Teil seines Lebens in der englischen Kirche als Pfarrer gearbeitet (1939-1963), dann hat er den Islam angenommen. entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam”, von Dr. Imad Ad-Din Khalil S.105-106.

[3] Der Prophet hat tatsächlich zehn Jahre in Madinah gelebt.

[4] Entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam”, von Dr. Imad Ad-Din Khalil.

[5] Ein Amerikanischer Orientalist, entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil, S.95-96.

[6] Ein englischer Forscher, der mehrere Doktortitel in Theologie und Philosophie hat, entnommen aus dem Buch “Ausagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil.

[7] War der größte Rufer zum Christentum in Kanada; hat seine Konvertierung zum Islam veröffentlicht und wurde als der größte Rufer zum Islam in Kanada bekannt. Er war einer der fleißigsten Missionare für die christliche Religion und besitzt daher sehr viel Wissen über die heilige Bibel.

[8]Entnommen aus dem Buch “Ausagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil S.123.

[9] Ein Amerikaner, der mehrere Doktortitel der Astronomie der Universität Brenson besitzt und einer der bekanntesten Wissenschafter in Physik. Entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil.

[10] Und wir sagen, dass es keinen Mann gibt, der der Beschreibung von Muhammad nahe kommt, denn der Prophet Muhammad ist der großartigste von allen.

[11] Entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil S. 124.

[12] Englischer Kritiker und Professor für Islamwissenschaften und Nordafrika im amerikanischen Zentrum für Studien über Asien in San Franzisco (1953). Entnommen aus dem Buch “Aussagen über den Islam“ von Dr. Imad Khalil.

Previous article Next article