Die zweite Säule: das Gebetverrichten

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Es handelt sich hier um die Hauptsäule des Gottesdienstes, ohne die der Islam nicht besteht. Es ist das wichtigste Werk des Muslims. Wer es weglässt, gilt als ungläubig. Der Gesandte Allahs sagt:

„Das Wesen der Sache ist der Islam, ihre Säule ist das Gebet und ihre Spitze ist das Streben (Dschihad).“[1]


Das Gebet besteht aus Aussagen und Bewegungen, die mit Takbier (d.h. man sagt Allahu akbar = Allah ist größer) beginnt und mit Taslim (d.h. man sagt Assalamu alaikum = Friede sei mit euch) endet. Das Gebet zu verrichten bedeutet Gehorsam, Verehrung und Anbetung Allahs. Es gibt dem Menschen die Möglichkeit, Allah direkt anzusprechen und Ihn anzuflehen. Salah ist Silah (Gebet ist der Kontakt) des Menschen mit seinem Schöpfer. Sobald sich der Mensch mit den irdischen Genüssen und weltlichen Angelegenheiten derart beschäftigt, dass die Flamme seines Glaubens zu erlöschen droht, ruft der Mu’adhin (Gebetsrufer) zum Gebet auf, das die Flamme des Glaubens wieder anzündet, damit man wieder Kontakt mit Gott herstellt, und dies zu jeder Zeit. Es sind fünf Gebete, welche die Muslime gemeinsam in der Moschee täglich (am Tag und des Nachts) zu verrichten haben. Es sei denn, man kann aus Krankheit oder Angst u.a. nicht in die Moschee gehen. Auf diese Art lernen Muslime einander kennen und stärken die Gefühle der Liebe und Vertrautheit unter einander. Sie fragen nach, ob jemand wegen Krankheit oder Armut oder aufgrund eines Unglücks Hilfe braucht. Wer von ihnen Hilfe braucht, dem helfen sie; wer traurig ist, den trösten sie und wer seine Aufgaben gegenüber Allah vernachlässigt, dem geben sie Rat usw. Im Gebet werden alle gesellschaftlichen Unterschiede aufgehoben. Denn alle stehen in Reihen nebeneinander, alt wie jung, reich wie arm, hoch oder niedrig, alle stehen vor Allah in Demut. Sie richten sich nach einer einzigen Qiblah (Gebetsrichtung = Mekka), führen dieselben Bewegungen aus, rezitieren Qur`an miteinander und zur selben Zeit.



[1] Al-Termedhi. Bd. 5. S. 11. Hadith nr. 2616.

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