Rechte des Ehemannes gegenüber seiner Frau

Diese Rechte werden im Folgenden zusammengefasst:

- Eine Art Vormundschaft, die der Islam regelt, um die Leitung des Hauses reibungslos zu garantieren. Der Qur`an bestimmt dieses Recht wie folgt:

(Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Allah die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben.) (Qur´an 4:34).

Der Grund dieser Vollmacht besteht auch darin, dass die Männer sich mit den Geschehenissen eher mit ihrem Verstand befassen, die Frauen im Gegensatz dazu meistens mit ihren Emotionen. Das bedeutet aber nicht, dass der Mann seine Frau in den gemeinsamen Angelegenheiten des Ehelebens nicht zu Rate zieht.

- Sie muss ihm gehorchen und seine Befehle ausführen, solange sie keine Sünden zur Folge haben. ’Aischa (Allahs Wohlgefallen auf ihr) Mütter der Gläubigen fragte den Propheten:

“Wer hat das größte Recht gegenüber der Frau?“ Er antwortete: „Ihr Mann.“ – „Und wer hat das größte Recht gegenüber dem Mann?“, fragte sie wieder. „Seine Mutter“, war die Antwort.”[1]


- Sie soll sich nicht weigern, wenn er mit ihr schlafen will. Der Prophet sagt:

“Wenn ein Mann seine Frau zum Bett ruft und sie nicht kommt, so verfluchen sie die Engel bis zum nächsten Morgen, solange ihr Mann auf sie zornig ist.”[2]


- Sie darf ihn nicht mit Dingen belasten, die er nicht schaffen kann. Sie soll auch von ihm nichts verlangen, das über seinen Fähigkeiten steht. Sie muss für seine Zufriedenheit und Freude sorgen und seine Forderungen realisieren. Der Prophet sagt:

„Wenn ich jemandem befehlen dürfte, sich vor jemand anderem niederzuwerfen, so hätte ich der Frau befohlen, sich vor ihrem Mann niederzuwerfen.“[3]


- Sie muss sein Vermögen, seine Kinder und seine Ehre treu bewahren. Der Prophet beschreibt die beste Frau, indem er sagt:

„Die beste Ehefrau ist diejenige, die dich erfreut, wenn du sie siehst; die dir gehorcht, wenn du ihr befiehlst und die dich in deiner Ehre und in deinem Vermögen bewahrt, wenn du abwesend bist.“

Dann rezitierte der Prophet den oben erwähnten Vers (4:34).[4]

(Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Allah die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben.) (Qur´an 4:34).


- Sie soll nicht ohne sein Einverständnis die Wohnung verlassen. Sie darf auch niemanden in sein Haus einlassen, den er nicht mag. Hier sagt der Prophet:

„Ihr habt gegenüber euren Frauen Rechte und sie haben gegenüber euch Rechte. Eure Rechte gegenüber ihnen sind: dass sie eure Ehebetten vor fremden Männern bewahren und dass sie keinen in eure Häuser zulassen, den ihr hasst. Ihre Rechte gegenüber euch sind, zu ihnen in der Bekleidung und in der Speisung gütig zu sein.“[5]


Die ersten Muslime bzw. Musliminnen haben diese islamischen Vorschriften immer beachtet. So hat Âuf bint Mihlem Aschaibani ihrer Tochter folgende Ratschläge gegeben, als sie geheiratet hat:

„O meine Tochter, du hast dein Haus, in dem du aufgewachsen bist, und dein Nest, in dem du liefst, zu einem Mann verlassen, den du nicht kennst und zu einem Gefährten, mit dem du nicht vertraut bist. Sei ihm eine Sklavin, damit er dir ein Diener wird. Behalte nach mir zehn Ratschläge, die für dich ein Schatz sein können:

Der erste und der zweite:

-Sei ihm mit Überzeugung unterwürfig und gehorche ihm mit Zuhören.

Der dritte und der vierte:

-Überprüfe die Stellen, auf die seine Augen und seine Nase fallen, so muss er von dir nur Schönes sehen und besten Geruch wahrnehmen.

Der fünfte und der sechste:

-Merke die Zeiten seines Essens und die seines Schlafens. Denn Hunger wirkt wie Feuer und Schlafstörung ärgert.

Der siebente und der achte:

-Sorge für sein Vermögen und für die Kontrolle seiner Gefolge und Anhänger. Denn die Sorge für sein Vermögen entstammt der guten Einschätzung und die Kontrolle der Anhänger gehört zur guten Verwaltung.

Der neunte und der zehnte Ratschlag:

-Zeige keinen Ungehorsam gegenüber einem Befehl von ihm und verrate kein Geheimnis von ihm. Denn Ungehorsam reizt ihn zum Zorn und das Verraten von Geheimnissen macht ihn treulos.

„Zuletzt möchte ich dich davor warnen, froh zu sein, wenn er betrübt ist, oder traurig zu sein, wenn er froh ist.“



[1] Mustadrak. Bd. 4. S. 167. Hadithnr.: 7244.

[2] Muslim Bd. 2. S. 1060. Hadithnr. 1436

[3] Al-Termedhi. Bd. 3. S. 465. Hadithnr. 1159.

[4] Attaialisi. Bd. 1. S. 306. Hadithnr. 2325.

[5] Ibn Madscha. Bd. 1. S. 594. Hadithnr.: 1851.

Previous article Next article